Wildkräuter sammeln – gesunde Power gratis!

Wildkräuter Anfänger

Du magst Geschenke? Am liebsten wertvoll und nutzbringend? Dann kannst du dich jetzt freuen. Ich hab da was für dich 🙂

Genau gesagt habe nicht ich da was für dich, sondern die Natur. Sie beschenkt dich reich. Vorausgesetzt du machst dir die Mühe, genau hinzugucken.

Geh raus in Feld und Wiese. Da breitet sich das wunderbarste Super-Food in reinster Bioqualität und Frische wie ein Teppich vor dir aus. Und das absolut kostenlos. Das Einzige, was du investieren musst, ist etwas Interesse für die Bestimmung der einzelnen Wildkräuter und ein Spaziergang.

Es gibt kein Lebensmittel im Supermarkt, das mehr an Inhaltsstoffen zu bieten hat als die Wildkräuter. Sie stecken randvoll mit Nährstoffen. Keine Konkurrenz.

Keine Monokultur, keine ausgelaugten Böden, keine Pestizide. Kein Glyphosat, keine Gen-Manipulation, keine Konservierungsstoffe, kein Nährstoffverlust durch Überlagerung.

Natur pur!

Wenn du dich also im Rahmen der Bekämpfung deiner Erschöpfung vitalstoffreich ernähren möchtest, kommst du an Wildkräutern nicht vorbei. Du solltest es mindestens mal versuchen.

Du willst Wildkräuter sammeln? Bitte erst lesen:

Je nachdem, wo du in Deutschland wohnst, fängt die Wildkräuter-Saison bereit Anfang März an. Bei uns im Norden sind wir leider etwas später mit dabei. Pflücke bitte nur Pflanzen, die du sicher bestimmen kannst. Bei den unten aufgeführten ist die Zuordnung ziemlich einfach. Die meisten sind dir vielleicht bereits bekannt.

Pflücke auf keinen Fall an stark befahrenen Straßen. Diese Pflanzen sind von den Abgasen vergiftet. Und noch mehr Unrat als eh schon vorhanden können wir in unseren Körpern nicht gebrauchen. Das Gleiche gilt für gedüngte Wiesen und Feldränder, wo Getreide wächst. Hier ist die Pestizidbelastung zu groß. Die „Hunde-Runde“ ist aus denkbaren Gründen auch nicht optimal.

Gut zu sammeln ist es auf ungedüngten Streuobstwiesen, Waldwegen und in Natur- und Landschaftsgebieten. Pflücke von der Pflanze nur einige Blätter, so dass die Pflanze weiter wachsen kann. Dabei kannst du dich gerne auf die jungen, zarten Blätter konzentrieren.

Die meisten Blätter sind gut mit der Hand zu pflücken. Nimm dir eine Stofftasche, Papiertüte oder einen Korb mit. Plastiktüten sind nicht geeigntet, um die Pflanzen zu transportieren. Die beste Zeit zum Pflücken ist der Vormittag oder der späte Nachmittag. Die Blätter sollten nicht mehr taunass sein. Gegen Mittag, in der heißen Sonne sind sie evtl. etwas schlapp.

Du möchtest endlich raus aus der Erschöpfung?

Dann verpasse keinen Beitrag und melde dich zum kostenlosen Newsletter an:

Deine Daten sind bei mir absolut sicher. Garantiert kein spam!

Die 5 besten Wildkräuter für Anfänger

Wildkräuter bei Müdigkeit1. Brennnessel (mein Favorit!)

Zu Unrecht wird sie von den meisten Menschen gemieden. 1945, in der Nachkriegszeit, wurde sie von den Deutschen zu Hauff gegessen. Aus Mangel an Nahrungsmitteln. Zu der Zeit war wohl den wenigsten Menschen bewusst, wie gesund die Brennnessel tatsächlich ist und dass sie ein wahrer Segen für die Bevölkerung war. Inhaltsstoffe: Die Brennnessel ist ein Multitalent und eine der heilkräftigsten Wildpflanzen schlechthin. Sie ist besonders reich an Mineralstoffen wie Phosphor, Kalium, Magnesium und besonders Kalzium und Eisen. Dazu enthält sie große Mengen an Vitamin C und E, Vitamin A, Phytohormone und Enzyme. Auch ihr Eiweißgehalt von 9% ist außergewöhnlich. Die Samen sind absolute Power-Pakete.

Heilwirkung der Brennnessel: Für uns besonders interessant! Die Brennnessel wird erfolgreich bei Müdigkeit und Erschöpfungszuständen eingesetzt sowie zur Entgiftung und Entschlackung. Das in ihr enthaltende Eisen kann der Körper besonders gut aufnehmen. Weiterhin wirkt sie blutbildend und -reinigend, blutdrucksenkend, entzündungshemmend und harntreibend. Sie wirkt stärker auf das Immunsystem als Echinacea. In den Samen befinden sich hormonähnliche Substanzen, welche sich steigernd auf die Libido, Potenz und Zeugungsfähigkeit auswirken. Auch bei Haarausfall hat sich die Einnahme der Samen bewährt. Sie verhelfen dazu zu schönem, glänzendem Haar. Sammeltipp: Von März bis Oktober kannst du die oberen jungen Triebe der Brennnessel ernten. Besorge dir Handschuhe dafür. Ich nehme die gängigen Abwasch-Handschuhe aus Gummi. Sie sollten nicht zu dünn sein, sonst halten sie die Stacheln nicht ab. Die Samen sind ab Ende September bis November zu ernten. Du kannst sie in einen Smoothie geben oder auch trocknen und über den Winter verwenden.

Wildkräuter Erschöpfung2. Giersch

Giersch ist super. Ich liebe ihn. Die meisten hassen ihn. Wie schade! Statt ihn zu jäten sollten Gartenbesitzer ihn lieber ernten und essen. Giersch ist ein durchaus leckeres und gehaltvolles Wildgemüse. Insbesondere seine jungen Blätter sind sehr würzig und schmackhaft. Er ist einfach zu erkennen: Die Blätter sind immer dreiteilig, eiförmig-länglich, am Rand gesägt und verströmen einen würzigen Geruch beim Verreiben. Eindeutig ist der Querschnitt des Stängels. Er ist dreieckig und somit unverwechselbar. In der Natur ist er häufig zu finden. Inhaltsstoffe: Giersch ist enorm reich an Vitamin C und A. Dazu enthält er viele Mineralstoffe und Spurenelemente wie Eisen, Kupfer, Titan und Mangan. Auch ätherisches Öl Kumarine, Harz und Phenolcarbonsäuren. Heilwirkung des Giersch: Giersch wird traditionell bei Gicht, Rheuma und Arthritis genommen. Er wirkt entwässernd und entzündungshemmend sowie die Verdauung anregend und abführend. Sammeltipp: Von April bis Oktober sind die Blätter zu ernten. Es gibt eine gewisse Verwechslungsgefahr mit dem Schierling oder der Hundspetersilie. Wenn man sich die Merkmale des Giersch eingeprägt hat (insbesondere der im Querschnitt dreieckige Stiel aber auch der würzige Geruch nach Petersilie oder Möhren) ist eine Verwechslung nahezu ausgeschlossen.

Wildkräuter Müdigkeit3. Spitzwegerich

Der Spitzwegerich ist wegen seines eigentümlichen Geschmackes nicht jedermanns Sache. Ich persönlich mag ihn sehr gerne. Zudem ist er häufig zu finden und somit für Anfänger sehr gut geeignet. Inhaltsstoffe: Aucubin, ein antibiotischer Stoff. Weiterhin Schleim- und Gerbstoffe, Kieselsäure und Saponin. Große Mengen an Vitamin C.  Heilwirkung des Spitzwegerichs: Sehr hilfreich bei allen Lungenkrankheiten. Wer kennt ihn nicht, den Spitzwegerich-Saft. Als frisches Kraut ist die Wirkung noch viel potenter. Der Spitzwegerich wirkt insgesamt antibakteriell, blutreinigend und -stillend, entwässernd, schleimlösend und entzündungshemmend. Als Soforthilfe bei einem Insektenstich kannst du ein Blatt zerkauen oder zerdrücken und auf den Stich legen. Es lindert sofort. Sammeltipp: Am besten die jungen Blätter von März bis Oktober.

Wildkräuter Löwenzahn4. Löwenzahn (sehr zu empfehlen!)

Der Löwenzahn ist ein absolut interessanter Kandidat. Sehr häufig vorhanden ist es kein Problem, ihn zu ernten. Er gilt als lästiges Unkraut, womit ihm absolut Unrecht getan wird. Er gehört zu den stärksten und heilkräftigsten Wildkräutern überhaupt! Du kannst alle Teile des Löwenzahns essen. Probiere beim nächsten Spaziergang einfach mal die Blüte, sie ist lecker :). Inhaltsstoffe: Löwenzahn ist sehr vitaminreich. Er enthält viel Vitamin A und B und insbesondere Vitamin C und D. Viele Mineralien wie Kalzium, Kieselsäure, Schwefel und viel Kalium. Die vielen Bitterstoffe geben ihm einen herben, aber durchaus angenehmen Geschmack. Auch Flavonoide, Kumarine, Carotinoide, Cholin, Inulin und Eiweiß sind enthalten. Heilwirkung: Der Löwenzahn ist ein besonders widerstandsfähiges und kräftiges Wildkraut. Diese Eigenschaften kann er auf uns übertragen. Er wirkt kräftigend bei Schwächezuständen aller Art, blutbildend und -reinigend, entgiftend und harntreibend. Die Bitterstoffe wirken fördernd auf unsere Verdauung und regen extrem Galle und Leber an. Sie fördern damit die Entschlackung. Auch bei Gicht und Rheuma ist er hilfreich. Sammeltipp: Von Anfang März bis in den späten Herbst an kann man sammeln. Vereinzelt sind auch im Winter noch Blätter zu finden.  Blätter und Blüten sind essbar und schmackhaft.

Brunnenkresse 5. Brunnenkresse (lecker!)

Die Brunnenkresse ist einfach eine Wucht. Meiner Ansicht nach ist sie das leckerste Wildgemüse überhaupt. Sie schmeckt angenehm scharf-würzig und bereichert einen Salat oder Brotaufstrich ungemein. Auf Spaziergängen ist sie ein feiner, gesunder Snack. Ich freue mich immer sehr, wenn ich sie unterwegs entdecke. Inhaltsstoffe: Vitamine A, B, C und E, Bitterstoffe, Senföl,  Gerbstoffe, Ätherische Öle sowie Mineralstoffe wie Eisen, Jod, Phosphor, Kalzium. Heilwirkung: Die Brunnenkresse gilt als Aphrodisiakum und appetitanregend, stoffwechselfördernd und wehentreibend. Weswegen sie in der Schwangerschaft nicht gegessen werden sollte. Sie wirkt entgiftend auf die Leber und lindernd bei Rheuma. Sammeltipp: Vor allem von April bis Mai, aber auch ganzjährig möglich. Die Brunnenkresse findest du an Bächen und Seen.

Falls du jetzt Lust bekommen hast, Wildkräuter zu sammeln und als „Kraftfutter“ zu nutzen, bietet sich am besten der Smoothie an. Auf diese Art bekommst du die geballte Nährstoff-Power!

Softer Wildkräuter-Smoothie für Anfänger

Wildkräuter-Smoothies sind die Königsklasse. Die Krönung der Rohkost. Und das schmeckt man. Wenn du noch keine Erfahrung mit ihnen hast tust du gut daran, dich langsam heranzutasten. Das Ziel ist, möglichst viele Kräuter mit etwas Gemüse und wenig Obst zu trinken. Wenn du gleich mit dieser Gewichtung anfängst, hörst du evtl. ganz schnell wieder auf. Weil es einfach ziemlich ungewohnt schmeckt. Später aber wird dir der eher herb-grüne Geschmack gut munden!

Für den Anfang mixt du also lieber einen höheren Obst-Anteil mit den Kräutern.

Welcher Mixer ist für Wildkräuter-Smoothies geeignet?

Zum Ausprobieren reicht es, wenn du einen ganz normalen Haushalts-Mixer benutzt. Oder auch einen Pürierstab. Wenn es dir gut gefällt und du dir vorstellen kannst, tiefer in die Materie einzusteigen, lohnt sich die Anschaffung eines Hochleistungs-Mixers. Hierdurch wird der Smoothie cremiger und leckerer. Und das so wichtige Chlorophyll wird besser aufgespalten, was dem Körper die Aufnahme erleichtert.

Ich persönlich nutze diesen Hochleistung-Mixer und kann ihn absolut empfehlen. Es ist deutlich billiger als der berühmte Vitamix, steht ihm aber in nichts nach. Eventuell musst du gelegentlich 30 Sekunden länger mixen, aber das ist zu verkraften.

Hilfe, mir bekommt der Wildkräuter-Smoothie nicht!

Keine Sorge, das ist am Anfang normal. Es ist gut möglich, dass du nach dem Verzehr eines Wildkräuter-Smoothies folgende Symptome bekommst:

  • Abgeschlagenheit, Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Frieren
  • Körpergeruch
  • niedriger Blutdruck
  • Konzentrationsstörungen
  • Reizbarkeit

Das alles sind Entgiftungs-Erscheinungen. Dein Körper reinigt sich. Es ist also eigentlich ein gutes Zeichen. Wenn die Symptome zu stark sind, reduziere die Menge. Trinke am Anfang vielleicht nur ein kleines Glas am Tag und steigere langsam. Zusätzlich solltest du viel Wasser trinken, um die gelösten Schadstoffe auszuscheiden. Nach ein paar Tagen ist der Spuk vorbei und dem Genuss steht nichts mehr im Weg.

Wenn du tiefer in die Materie einsteigen möchtest, solltest du dir unbedingt  ein gutes Buch zum Thema anschaffen. Glaub mir, es lohnt sich und macht richtig Spaß. Du wirst erstaunt sein, wie viele essbare Pflanzen um dich herum so wachsen.

Unter diesem Artikel findest du noch zwei einfache Rezepte für Wildkräuter-Smoothies. Eines für Anfänger und eines meiner Lieblings-Rezepte. Einfach mal versuchen 😉

Du hast Fragen oder möchtest von deinen Erfahrungen berichten? Ich freue mich darüber in den Kommentaren.

Softer Wildkräuter-Smoothie für Anfänger

Wildkräuter-Bananen-Smoothie

1 Hand voll Brennesseln

1 Hand voll Giersch oder Löwenzahn

1/2 Gurke

1 reife Banane

1/2 Apfel

ca. 1/4 – 1/2 Liter Wasser (nach gewünschter Konsistenz)

Alles in einen Mixer geben und 45 – 90 Sekunden pürieren.

Wildkräuter-Smoothie für Könner

Wildkräuter-Avocado-Smoothie

2-3 Hand voll gemischte Wildkräuter nach Vorlieben

1 Avocado

1 Stange Staudensellerie

1/2 Gurke

1 Apfel

1/4 – 1/2 Liter Wasser (nach gewünschter Konsistenz)

alles im Mixer 45-90 Sekunden pürieren. Wer mag, kann auch den Avocado-Kern hinzugeben. Dafür benötigst du aber einen Hochleistungsmixer.

Danke, dass du den Artikel zu Ende gelesen hast. Klasse!

Wenn du weitere Infos zum Thema „Zurück in die Kraft“ möchtest, trage dich doch in meinen Newsletter ein:

Deine Daten sind bei mir absolut sicher. Garantiert kein spam.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *