Kälte-Thermogenese – warum du Kälte ab jetzt lieben wirst!

Kalte Thermogenese

Ich stehe bewegungslos in der Dusche. Das warme, fast schon heiße Wasser prasselt wohltuend auf mich herab. Doch bin ich keineswegs entspannt. Ich kämpfe. Innerlich. Schwer. Mit dem verfluchten Schweinehund.

Ich schließe die Augen und beiße fest die Zähne zusammen. Langsam, ganz langsam stelle ich den Temperaturregler weiter nach rechts. Es wird merklich kühler, ist aber noch auszuhalten. Weiter. Jetzt wird´s für mich schon haariger.

Mein Gesicht ähnelt einer zusammengekniffenen Fratze. Ich halte durch. Noch weiter nach rechts. Verdammt, ist das kalt! Ich gebe mir einen Ruck und drehe den Regler beherzt auf Anschlag „kalt“.

Es raubt mir im wahrsten Sinne den Atem.

Es ist schon erstaunlich, was der Wille zur Optimierung des Energie-Levels bewirken kann. Ich bin normalerweise ein richtiger Frostködel.

Wenn es Andere draußen noch angenehm temperiert empfinden, laufe ich bereits mit meiner Winterjacke rum. Für den Winter besitze ich Thermo-Hosen, Fellstiefel und unzählige Schals. Selbst im Sommer schlafe ich manchmal mit zwei Bettdecken. Ich duschte immer so heiß, wie ich es gerade noch aushalten konnte.

Aber das ist jetzt vorbei!

Kälte-Thermogenese. Was ist das?

Kälte-Thermogenese bedeutet die durch Kälte ausgelöste Wärmebildung deines Körpers. Dein Körper ist bestrebt, seine Kerntemperatur von 37 Grad zu halten. Er besitzt hierfür gewisse Regulations-Mechanismen. Wird dir kalt, fängst du an zu zittern und erzeugst damit Wärme.

Es gibt aber noch eine zweite Möglichkeit für den Körper, eigenständig Wärme zu erzeugen. Das braune Fettgewebe. Durch die Oxidation von Fett wird dort Wärme erzeugt. Nur hast du zu wenig von diesem braunen Fett. Du hast dafür weißes Speicherfett.

Das begehrte, braune Fett befindet sich vorrangig im Schultergürtel und ist durch unsere moderne Lebensart nicht mehr sonderlich ausgeprägt.

Das kommt daher, weil wir heutzutage jede Art von Kälte vermeiden (z.B. durch Kleidung, Heizung, warmes Wasser).

Die Funktion des braunes Fettgewebes kann durch regelmäßige Kälteanwendungen deutlich gesteigert werden.

Warum solltest du dich mit Kälte-Thermogenese befassen?

Kälte…

  1. wandelt dein weißes Speicherfett, dein Wabbel, in braunes Fettgewebe um. Dieses ist wärmeerzeugend. Das ist gut.
  2. verbessert durch die gesteigerte Aktivität des braunen Fettgewebes deine Insulinsensitivität. D.h. der Blutzuckerspiegel sinkt. Somit trägt es zu einem besseren Schutz vor Diabetes und dem gefürchtetem metabolischen Sydrom bei.
  3. steigert deinen Energieumsatz und unterstützt somit den Abbau von weißem Speicherfett.
  4. erzeugt AMPK. Ein Enzym von wichtiger Rolle. U.a. schützt es deine Zellen vor Energiemangel (ATP-Mangel). Du verbrennst mehr Fett.
  5. steigert und optimiert deinen Hormonhaushalt.
  6. sorgt für besseren Schlaf durch erhöhte Melatoninausschüttung.
  7. stärkt dein Immunsystem.
  8. regt die Nebennieren an und erhöht Noradrenalin.
  9. lässt Schilddrüsenhormone ansteigen  und eine bessere Wirkung entwickeln.
  10. erhöht die sexuelle Leistungsfähigkeit sowie die Fruchtbarkeit.
  11. reduziert Entzündungen.
  12. verbessert die Herzgesundheit.
  13. steigert deine Fitness und sportliche Leistungsfähigkeit durch bessere Regeneration.

Das sind 13 ziemlich gute Gründe, dein Verhältnis zur Kälte mal zu überprüfen.

Wie du mehr Energie erzeugende Kälte in dein Leben bringst

Bist du bereit?

Fülle dir ein großes Glas mit Wasser und einigen Eiswürfeln. Lass es einige Zeit stehen, damit es richtig gut durchkühlt. Trink es aus. Wenn du dies ohne Beschwerden (Gehirn-Frost = Kopfschmerzen durch Kälte) hinbekommst, kannst du mit dem Kälte-Training beginnen.

Bekommst du Gehirn-Frost, solltest du vorher dringend deinen Omega-3-Spiegel stark anheben und zeitgleich Omega-6-Fettsäuren reduzieren. Für die Kälte-Anwendungen müssen deine Zellen flexibel sein. Das erreichst du nur durch ausreichend Omega-3!

Erster Schritt

Fange mit Gesichtsbädern an. Fülle eine Schüssel mit kaltem Wasser und tauche dein Gesicht hinein. So lange, bis du wieder atmen musst. Wiederhole dies einige male hintereinander. Jeden Tag sollte das Wasser mittels Eiswürfeln kälter werden. Achte darauf dass die Temperatur nicht unter 10 Grad fällt und deine Haut immer eine rosige Farbe behält.

Der Effekt ist super: Deine Haut wirkt straffer und frischer. Tränensäcke und Schlupflider reduzieren sich. Deine Augen werden klarer.

Schon mal nicht schlecht.

Zweiter Schritt

Dieses Ziel der Kälte-Thermogenese solltest du auf jeden Fall erreichen!

Dusche wie gewohnt. Drehe den Hahn dabei jedesmal etwas kälter. Beende die Dusche damit, dich einmal kurz ganz kalt abzuduschen. Das Ziel ist, komplett kalt zu duschen. Glaub mir. Wenn ich das geschafft habe, schaffst du das auch…

Die Effekte hier: Dein Hautbild wird sich verbessern. Du wirst wacher (!) und hast mehr Energie (!!!). Du fröstelst weniger. Dein Stoffwechsel wird angekurbelt sowie die Durchblutung gefördert.

Dritter Schritt

Jetzt wird`s haarig… aber durchaus denkbar, wie ich finde.

Fülle die Badewanne mit kaltem Wasser. Trinke ein Glas Eiswasser und esse eine fettreiche Mahlzeit. Tief einatmen und rein mit dir. Anfangs wirst du schnell atmen und dein Puls wird erhöht sein. Das vergeht nach etwa einer Minute.

Bleibe so lange im Wasser, bis du zu zittern beginnst. Du verbrennst jetzt dein Körperfett zur Wärmegewinnung! Steigere langsam die Bade-Dauer, bis du eine Stunde entspannt im kalten Wasser liegen kannst.

Senke dann die Temperatur nochmals mittels Eiswürfeln, die du ins Badewasser gibst. Dann reduziert sich die Bade-Dauer auf etwa 10 Minuten.

Tipp: Dusche dich vorher kalt ab. Das kannst du schon und die kalte Wanne überkommt dich nicht so brutal.

Effekt: Du bekommst stahlharte Muskeln! Dein ganzer Körper wird straffer. Du baust Fett ab und Muskeln auf. Braunes Fettgewebe bildet sich. Cellulite geht zurück. Auch hartnäckiges Fett verschwindet. Die Ausschüttung sämtlicher Hormone wird optimiert. Akute und chronische Entzündungen werden gestoppt, Allergien gedrosselt. Du schläfst besser, hast mehr Energie und ein starkes Immunsystem!

Vierter Schritt

Du hast eine natürliche Bademöglichkeit in deiner Nähe? Wunderbar. Gehe so oft wie möglich in kalten Gewässern baden. Im Sommer sowieso, allerdings ist die Herausforderung der Winter! Trage eventuell eine Mütze, um Energieverlust über die Kopfhaut zu reduzieren.

Effekt: Das Schwimmen erhöht die Fettverbrennung und den Muskelaufbau.

Weitere Tipps

Hör auf, dich immer zu dick anzuziehen. Dann wird dir eben mal kalt, wenn du ne Weile draußen bist. Gehe auch im Winter mal für kürzere Wege nur im T-Shirt raus. Stelle die Heizung nicht so hoch und schlafe stets bei offenem Fenster.

Gewöhne dir an, eisgekühlte Getränke zu trinken. Mehrfach täglich. Beim Lesen oder TV gucken kannst du dir ein Ice-Pack in den Nacken legen. Das fördert die Bildung von braunem Fett.

Geh es langsam an. Niemand hetzt dich. Es ist anfangs jeden Morgen eine heftige Überwindung. Auch kann es dich verunsichern, dass dir beim kälter stellen der Dusche das Atmen schwerer fällt. Das ist normal! Lass dich davon nicht abhalten. Du wirst dich nach und nach an das kälter werdende Wasser gewöhnen.

Wenn du unter einer schweren Krankheit leidest, frage bitte vor Beginn der Kälte-Thermogenese deinen Arzt, ob diese für dich in Frage kommt. Auch bei akuter Nebennierenschwäche würde ich zunächst davon absehen und erst nach erfolgreicher Behandlung damit beginnen.

Also, zögere nicht und fange gleich damit an, dir ein paar Eiswürfel vorzubereiten.

Wie immer freue ich mich über deine Erfahrungen mit der Kälte-Thermogenese in den Kommentaren.

Danke, dass du den Artikel zu Ende gelesen hast. Klasse!

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