Entgiften bei KPU – Teil 1

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Entgiften bei KPU…das Thema Entgiftung beschäftigt mich bereits eine Weile. Wenn du, so wie ich,  zu den mindestens 10% der Bevölkerung gehörst, welche die Stoffwechselstörung „KPU“ haben, hast du automatisch und gratis dazu auch eine Entgiftungsstörung als Begleiterscheinung.

Das Dumme ist, dass in sämtlicher Fachliteratur zum Thema Entgiftung immer auf die Behandlung durch Therapeuten hingewiesen wird. Alternative Möglichkeiten für Menschen, die sich das einfach nicht leisten können oder keinen vertrauenswürdigen Therapeuten in der Nähe haben, werden nicht beschrieben. Du musst dich also selber kümmern. Eine Hilfe dabei soll dir dieser Artikel sein.

Entgiften bei KPU/HPU gehört zwingend zur erfolgreichen Therapie. Ohne dem kann es sein, dass du vergeblich auf eine deutliche Verbesserung deiner Symptome wartest.

Dieses Thema ist etwas umfangreicher. Deshalb gibt´s eine dreiteilige Artikelserie:

Entgiften bei KPU

1. Erläuterung und vorbereitende Maßnahmen, Detox

2. Schwermetallentgiftung bei KPU 

3. Weitere Möglichkeiten, Schwermetalle im Alleingang auszuleiten 

Auch ohne Entgiftungsstörung findet bei dem heutigen Lebensstil häufig ein Missbrauch am eigenen Körper statt: Fast-Food, hektisches Essen,  zu viel Kaffee und Zucker in diversen Formen, Abgase, Trinkwasser-Skandale, falsche Fette, Pestizide und Fleisch aus Massentierhaltung, Quecksilber in Fischen und Zahnfüllungen, Alkohol und Zigaretten, W-Lan- und Handystrahlung, Stress…

Für diesen modernen Lifestyle ist dein Körper einfach nicht gebaut. Er benötigt Unterstützung, um möglichst viel der belastenden Stoffe wieder auszuscheiden. Gerade wenn du unter ständiger Müdigkeit und Erschöpfung leidest, ist eine sorgfältige Entgiftung in jedem Fall eine tolle Stellschraube für dich, die es sich zu drehen lohnt. Für Menschen ohne KPU gelten die gleichen Vorgehensweisen wie in diesen Artikeln beschrieben.

Ich weise darauf hin, dass du zum Thema Entgiftung bei einem kompetenten Therapeuten natürlich am besten aufgehoben bist. Das Dilemma ist, dass eben diese eher rar gesät sind. Zum Glück kannst du eine effektive und sichere Entgiftung auch zu Hause gestalten. Wichtig dabei ist, sorgfältig vorzugehen, genau auf dein Befinden zu achten und die Dosierung der Methode entsprechend anzupassen.

Fangen wir mit den Basics an:

Muss ich überhaupt entgiften?

Ja. Mit KPU  hast du eine Entgiftungsstörung und kannst sicher davon ausgehen, dass du Stoffe im Gewebe eingelagert hast, die du da nicht haben willst. Wenn du es schwarz auf weiß haben möchtest, kannst du einen Test auf Schwermetalle machen lassen, damit du deine Ausgangslage kennst.

Bei mir klappt auch Folgendes: Eine größere Menge Goldene Milch ohne Konjak-Mehl, Zeolith oder andere giftstoffbindende Mittel trinken und die Reaktion abwarten. Fühlst du dich danach richtig schäddelig, müde und abgeschlagen, hast du eine ordentliche Entgiftungsreaktion.

Entgiften bei KPU – die Vorbereitungen

1. Mineralstoffdepots auffüllen

Toxische Metalle setzten sich nur dort an, wo das Andocken von Metallen im Körper vorgesehen ist. Besteht bei dir z.B. ein Zinkmangel, wird dieser freie Platz von den schädlichen Schwermetallen eingenommen und dort besetzt.

Eine gute Versorgung mit Zink, Selen, Mangan, Germanium, Molybdän usw. ist Voraussetzung für eine gelingende Entgiftung. Alleine durch die Substituierung wird die Entgiftung bereits angeregt.

Ebenso wichtig sind Elektrolyte wie Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Sie helfen, die Schadstoffe außerhalb der Zelle zur Ausleitung in lymphatische und venöse Gefäße zu transportieren.

2. Nahrungsmittel-Detox

Was nützt die tollste Entgiftung, wenn du auf der anderen Seite wieder Müll in dich reinstopfst? Versuche in Zukunft so gut es geht vitalstoffreiche, naturbelassene Lebensmittel in Bioqualität zu verzehren.

Stichwort Paleo. Damit ist ausdrücklich nicht gemeint, dass du ab jetzt Unmengen an Fleisch essen sollst. Lade deinen Teller voll mit Gemüse, Obst, guten Fetten und etwas Fleisch und Fisch. Das wars.

Vermeide bzw. reduziere:

Gluten

Gluten zerstört deine Darmschleimhaut und macht sie löchrig. Dadurch gelangen Bestandteile in deinen Körper, die da nichts zu suchen haben. Und der Darm kann seine Aufgabe innerhalb des körperlichen Entgiftungsprozesses nicht ordentlich verrichten.

Außerdem können Entzündungsreaktionen entstehen, die sich auf dein Hirn auswirken und somit Depressionen auslösen. Brauchen wir nicht auch noch.

Casein

Casein ist das Eiweiß, welches wir in Milchprodukten finden. Das Problematische an Casein ist das enthaltene Casomorphin. Es wirkt tatsächlich ähnlich wie das bekannte Morphium. Macht also matschig im Kopf. Das ist ein Grund, warum Leute berichten, dass sie nach dem Verzicht von Milchprodukten viel klarer im Kopf sind, der Kopfnebel endlich weg ist.

Casomorphin hemmt weiterhin die Aufnahme von Cystein im Darm. Cystein ist die Vorstufe von Gluthation, ein wichtiger, zellenschützender Stoff. Der häufige Konsum macht uns laut einer Studie anfällig für Autoimmunkrankheiten, Entzündungen und andere Krankheiten.

Zucker

Damit sind nicht alle Kohlenhydrate komplett gemeint, sondern der Haushaltszucker. Kekse, Kuchen, Riegel, Schokolade… du weißt schon. Zucker zerstört deine Darmflora, deine Psyche, deine Insulinsensitivität und deine Figur.

Aber werde jetzt nicht zur Nonne. Wenn du Milchprodukte oder auch Gluten gut verträgst spricht nichts gegen den gelegentlichen Verzehr.

3. Sonstiges zum Entgiften bei KPU

Versuche im täglichen Gebrauch so gut es geht auf Aluminiumfolie und Plastikverpackungen zu verzichten.

Fisch weist oft eine erhebliche Schwermetallbelastung auf. Das gilt insbesondere für die Fische, die am Ende der Nahrungskette stehen. Wie z.B. Lachs oder Thunfisch.

Besser wären Heringe oder Fische aus unbelasteten Seen. Wenn ich doch mal Lachs oder Thunfisch esse, nehme ich vorher Zeolith ein. Das bindet nachweislich Quecksilber aus Nahrungsmitteln und schleust es sicher über den Darm wieder aus. So vermeidest du immerhin schon die weitere Einlagerung von Schwermetallen in deinem Körper.

Schmeiße endlich dein Aluminum-Deo weg und benutze eine zuverlässige Alternative. Falls du noch Amalgam im Mund hast, lass es dir unbedingt entfernen. Durch den Kauvorgang (insbesondere Kaugummi) wird die Quecksilberbelastung nachweislich um das 10 – 20fache erhöht.

Verzichte auf unnötige Impfungen gegen Grippe oder dergleichen. Impfstoffe enthalten neben anderen unschönen Dingen Quecksilber und Aluminium.

Pflege deinen Darm! Hast du eine Dysbalance der Darmbakterien, Fäulnisflora und einen zu hohen Stuhl-PH-Wert (was sehr viele Menschen mehr oder weniger ausgeprägt haben) entsteht giftiges Ammoniak, dessen Abbau die Leber überfordert.

Ich hatte mich lange gefragt, warum ich keinen Schluck Alkohol mehr vertrug. Das geht vielen Menschen so und wird gerne auf das Alter geschoben. Dabei steckt sehr häufig eine Überlastung der Leber dahinter.

Eine regelrechte schleichende Selbstvergiftung über den Darm findet da statt. Merken tust du das zunächst nicht. Das klassische Symptom für eine geschädigte Leber ist dauerhafte Müdigkeit und Erschöpfung. Dann sind die Blutwerte aber häufig noch unauffällig. Wenn die erstmal aus der Reihe tanzen, hast du bereits ein ernsthaftes Problem. Also werde rechtzeitig aktiv. Wenn du entgiften willst, ist eine gut funktionierende Leber Voraussetzung!

Schalte mal ab. Nicht nur mental, sondern auch den W-Lan-Router und das Handy. Elektrosmog ist sehr belastend für den Körper.

Trinke viel stilles Wasser zur besseren Ausleitung. Auch gerne mal erhitzt. Benutze Naturkosmetik und natürliche Reinigungsmittel. Gönne dir regelmäßige Saunagänge, wenn du sie gut verträgst.

Entgiften bei KPU – hilfreiche Maßnahmen

1. Leberwickel

Die Leber ist unser wichtigstes Entgiftungsorgan und verdient deshalb besondere Aufmerksamkeit. Du kannst deiner Leber mit regelmäßigen Leberwickeln auf einfache Weise etwas Gutes tun. Wissenschaftlich nachgewiesen verstärken Leberwickel die Durchblutung der Leber, Gallenblase und Gallengänge. Dadurch wird der Abtransport der Giftstoffe beschleunigt.

Wende den Leberwickel so häufig wie möglich an.

So geht´s:

Du benötigst: ein kleines Gästehandtuch (oder großen Waschlappen), ein größeres Handtuch und eine Wärmflasche. Fülle die Wärmflasche mit kochendem Wasser und begieße das kleine Handtuch ebenfalls mit kochendem Wasser. Etwas abdampfen lassen und auswringen.

Das nasse Handtuch wird nun so warm wie es geht auf die Leberregion gelegt. Nun kommt die Wärmflasche auf das nasse Handtuch und das Ganze wird mit dem größeren Handtuch umwickelt. Im Anschluss legst du dich auf das Sofa oder in das Bett und kuschelst dich schön warm in eine Decke ein. So solltest du etwa eine halbe Stunde liegen und dich entspannen.

Ach ja: Die Leber liegt rechts unter der Brust, geschützt vom Rippenbogen.

2. Einläufe

Ja. Wirklich. Ich hatte anfangs auch meine Bedenken, aber es ist wirklich nicht schlimm und tut tatsächlich gut. Insbesondere wenn du eine gestörte Darmflora hast, kannst du den Darm im Rahmen der Sanierung mittels Einläufen gut entlasten und das Ausscheiden toxischer Stoffe unterstützen.

Würdest du mit deinen Symptomen zu einem Heilpraktiker gehen, würde dieser mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Colon-Hydro-Therapie empfehlen. Die kostet pro Sitzung etwa 80,– Euro. Und du brauchst im Schnitt 8 – 10 davon.

Das Geld kannst du sparen, indem du dir zu Hause sogenannte „hohe Einläufe“ machst. Allerdings dauert die Behandlung in Eigenregie dann etwas länger. Ein gutes Buch, in dem der Einlauf und andere sanfte Methoden zur Entgiftung beschrieben werden, ist „Natürliches Entgiften“ von Alexandra Stross.

3. Basenfasten

Warum nicht mal eine Woche oder länger rein basisch leben? Das Basenfasten ist bei KPU besser geeignet als das Heilfasten, bei dem gar nichts gegessen wird. Die Nebennieren werden beim Basenfasten nicht belastet. Ein weiterer Vorteil ist, dass der erste Stein zur langfristig eher basenüberschüssigen Ernährung gelegt ist.

Viele Menschen berichten von einer deutlichen Besserung ihres Befindens und mehr Energie nach einer umfassenden Entsäuerung des Körpers. Probiere es einfach mal aus. Nichts ist wertvoller als eigene Erfahrungen.

 

Das war der erste Teil der Artikelserie zum Entgiften bei KPU. Im nächsten Artikel wenden wir uns dem gezielten Ausleiten von Schwermetallen zu.

Lies auch den Artikel „10 Infos über KPU/HPU und warum du sie lesen solltest“

Danke, dass du den Artikel zu Ende gelesen hast. Klasse!

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2 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo Doris,

    danke für den tollen Artikel!!! Ich habe auch Kpu und fülle bereits seit 9 Monaten auf. Bis jetzt konnte ich nur mit Zeolith entgiften, weil ich Chlorella null vertragen habe. Jetzt weiß ich warum! Durch die Therapie geht es mir schon besser,ich habe viel mehr Energie und meiner Psyche geht es viel besser aber ich leide immer noch an fast täglichen Kopfschmerzen. Am Anfang der Kpu Therapie sind sie für mehre Wochen verschwunden. Es war wie eine Offenbarung. Danach kamen sie wieder und seit dem bin ich am kämpfen. Ich weiß nicht weiter. Dazu muss ich erwähnen, dass ich bereits 38 Jahre alt bin und mein Mann und ich wünschen uns ein Baby. Bis jetzt haben wie es aufgeschoben in der Hoffnung, dass die Therapie anschlägt. Wenn ich mindestens ein Jahr noch entgiften muss, habe ich vielleicht keine Chance mehr Mutter zu werden. Dürfen wir zwei Dich nach Deinem Ratschlag fragen??wir sind echt verzweifelt.
    herzliche Grüße
    Magda und Timo

    1. Hallo Magda,
      Danke für deinen Kommentar und das Lob, das freut mich sehr :). Wie schön, dass du schon gute Erfolge erzielen konntest, du bist also auf dem richtigen Weg. Einen Rat darf ich dir leider nicht geben, ich bin ja keine Medizinerin und komme in Teufels Küche, wenn ich das tue. Allerdings hat eine weitere Leserin in den Kommentaren zum 3. Teil der Artikelserie den Hinweis auf eine Umweltklinik gegeben, die auch von der Kasse bezahlt wird. Das könnte dich vielleicht nochmal weiterbringen. Und übrigens, meine neue Leidenschaft ist das Heilfasten und Intermittierende Fasten. Auch mit KPU 😉 Artikel folgt.

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