Das Autoimmunprotokoll – Starke Hilfe bei Autoimmunkrankheiten und Nahrungsmittelallergien

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Hast du eine Autoimmunerkrankung oder bist du gefährdet, eine zu entwickeln? Hast du eventuell Nahrungsmittelallergien oder hegst du den Verdacht, dass es so sein könnte? Ein mächtiges Werkzeug im Kampf gegen diese Bürde bietet dir das in Deutschland relativ neue Autoimmunprotokoll.

Bist du von einer Autoimmunkrankheit bedroht?

Bei einer Autoimmunerkrankung richtet sich das Immunsystem fatalerweise gegen körpereigenes Gewebe. Das gesunde Gewebe des Körpers wird von den Immunzellen angegriffen, wodurch sie sich chronisch entzünden und somit zu Schäden an den betroffenen Organen führen können.

Eine eindeutige Aussage, ob du im Laufe deines Lebens an einer Autoimmunkrankheit erkranken wirst, kann niemand treffen. Wenn du jedoch einen nahen Familienangehörigen mit einer solchen Erkrankung hast, erhöht sich dein Risiko. Häufig  entwickelt man jedoch eine andere Autoimmunerkrankung als der betroffene Angehörige. Es gibt einige Anzeichen, welche in den Frühstadien auftreten können:

  • Muskelschwäche, Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Verdauungsprobleme
  • extreme Müdigkeit
  • Gedächtnisschwäche
  • Schlafstörungen
  • Gewichtsveränderungen
  • Pilzinfektionen
  • PMS
  • Schilddrüsenprobleme
  • niedriger Blutzucker
  • Allergien
  • Angst und Depression
  • Hautprobleme
  • Migräne
  • Häufiges Unwohlsein
  • Gallenblasenerkrankungen
  • Infektionsanfälligkeit

Kommt dir das bekannt vor? Mir schon, weswegen das Autoimmunprotokoll einen Platz auf diesem Blog gefunden hat.

Natürlich können all diese Anzeichen auch andere Ursachen haben, also verfalle bitte nicht gleich in Panik. Allerdings sind diese Symptome auch für sich stehend keine Wonne. Glücklicherweise kannst du sie mit dem Autoimmunprotokoll allesamt lindern und (das Beste!) du kannst die mögliche Entwicklung einer Autoimmunerkrankung damit verhindern.

Was ist das Autoimmunprotokoll (AIP)?

Autoimmunerkrankungen wie z.B. Hashimoto-Thyreoiditis, Multiple Sklerose, Morbus Crohn, Asthma, Typ-1-Diabetes und andere nehmen immer mehr zu.

Bei der Erforschung der Ursachen hierfür wird den Wissenschaftlern eines immer deutlicher: Verantwortlich sind nicht nur ungünstige Erbanlagen, sondern ebenso stark die individuellen Ernährungs- und Lebensstilfaktoren!

Es sind viele Einzelfaktoren, die da zusammenspielen. Das bedeutet, du kannst aktiv etwas an deiner Situation ändern. Und genau da setzt das Autoimmunprotokoll, auch AIP-Paleo genannt, an.

Das Autoimmunprotokoll umfasst viele Bausteine. Einer der Hauptpfeiler ist eine strenge Diät, welche nur Lebensmittel zulässt, die keine Allergene enthalten, äußerst nährstoffreich und nach Möglichkeit biologischer Herkunft sind.

Der Fokus liegt auf viel Gemüse und gesunden Fetten, nicht auf ausuferndem Fleisch- und Fischgenuss, was der Paleo-Ernährung häufig unterstellt wird. Dennoch ist der Konsum tierischer Produkte absolut gewünscht und gewollt. Auch handelt es sich nicht um eine Keto-Ernährung. Die AIP-Paleo-Rezepte dürfen durchaus Kohlenhydrate aus stärkehaltigem Gemüse (gerne fermentiert) und auch Obst in Maßen enthalten.

Bei Fleisch und Fisch wird viel Wert auf Weidehaltung oder Wild (auch Innereien und Knochenbrühe) bzw. Wildfang gelegt. Das hat nicht nur ethische Gründe. Tiere, die artgerecht gehalten wurden bzw. wild lebten, weisen einen höheren Anteil an Omega-3-Fetten auf. Ein hoher Verzehr von Omega-3-Fetten wirkt Entzündungen im Körper entgegen.

Zu den Lebensmitteln und Medikamenten, die gemieden werden sollten, gehören

  • Getreide und Pseudogetreide
  • Hülsenfrüchte
  • Eier
  • Milch und Milchprodukte
  • Nüsse und Samen
  • Pflanzenöle (außer Olivenöl, Avocadoöl)
  • Nachtschattengewächse (z.B. Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Chili)
  • sämtliche Zusatzstoffe und Süßstoffe
  • Nichtsteroidale Entzündungshemmer (z.B. Ibuprofen, Aspirin)

Doch reicht die bloße Ernährungsumstellung auf AIP Paleo Rezepte nicht aus. Der Fokus wird ebenso auf eine optimale Verdauungsleistung und einen gesunden Darm gelegt, was Voraussetzung zur Genesung und Wohlbefinden ist.

Auch die Beschäftigung mit deinen Lebensstilfaktoren (effektives Stressmanagement, Schlaf, Bewegung, Mahlzeitenfrequenzen, Medikamente) und dessen Regulierung ist ein wichtiger Bestandteil des Programmes.

Nach einer gewissen Eliminationsphase (1 – 4 Monate), in der sich konsequent ausschließlich an die erlaubte Kost gehalten wird, werden in 4 Stufen nach und nach vorgegebene Lebensmittel wieder eingeführt und erprobt, ob sie gut vertragen werden.

Auf diese Weise kann man die individuellen „Übeltäter“ einwandfrei identifizieren. Das gilt nicht nur für Autoimmunerkrankungen, sondern auch für bislang unentdeckte Lebensmittelallergien, die dir vielleicht unwissentlich die Kraft für deinen Alltag nehmen.

Warum dir das AIP bei deiner Erschöpfung helfen könnte

Ständige Müdigkeit und Erschöpfung sind Symptome. Nicht mehr und nicht weniger. Du wärst nicht auf dieser Seite, wenn du wüsstest, wofür diese Symptome speziell bei dir stehen. Dein Arzt weiß es schließlich auch nicht.

Du befindest dich also mitten im Puzzlespiel deiner Gesundheit und setzt nach und nach die einzelnen Teilchen, die individuell auf dich zutreffen, zusammen. Ob dein persönliches Puzzle aus nur wenigen Teilen oder sehr vielen besteht, findest du erst auf dem Weg heraus.

  1. Mit dem Autoimmunprotokoll deckst du mehrere Verdachte ab. Vielleicht leidest du unter unerkannten Lebensmittelallergien? Mit der strengen Eliminationsdiät kommst du diesen ganz gezielt auf die Spur. Oder wusstest du, dass du mit heftigen Symptomen auf Butter, Kartoffeln, Tomaten, Eier oder sogar Pfeffer reagieren kannst?
  2. Eventuell hast du Hashimoto im Frühstadium. Deine Blutwerte sind laut der Ärzte noch im Normbereich, aber tendieren bereits gegen „niedrig-normal“? Das kann schon ausreichen, um sich ständig schlapp und müde zu fühlen. Das AIP soll  den Ausbruch stoppen können sowie die Symptome stark verringern. Ohne Medikamente! Das gilt genauso  für jede andere Autoimmunerkrankung.
  3. Die AIP Paleo Rezepte beinhalten ausschließlich sehr nährstoffreiche, entzündungshemmende und allergenfreie Lebensmittel. Wenn du dich bislang nicht sehr ausgewogen ernährt hast, kannst du mit etwas Glück schon alleine durch die Ernährungsumstellung sehr viel bewirken.

Wenn du dich ernsthaft mit dem Autoimmunprotokoll auseinandersetzen möchtest, musst du dich zwingend vorher ausführlich damit befassen. Das Thema ist wirklich umfangreich, doch es lohnt sich. Eines der besten Bücher, die ich zuletzt verschlungen habe, befasst sich genau damit. „Die Paläo Therapie“ von Sarah Ballantyne. Wahnsinnig gut zu lesen, unglaublich umfassend, fesselnd und gut nachvollziehbar.

Und weil ich von der Methode absolut begeistert bin, habe ich mir die Mühe gemacht, eine Rezeptsammlung zu veröffentlichen. Jeder, der sich dafür entscheidet, das AIP konsequent durchzuziehen, wird schnell merken, dass die geeigneten AIP Paleo Rezepte rar zu finden sind.

AIP Paleo Rezepte

autoimmun-jpgGerade die Eliminationsphase und Stufe 1 stellen eine absolute Herausforderung an die Menschen dar, die sich für das AIP entschieden haben. Trotz der vielen Einschränkungen ist es möglich, lecker und abwechslungsreich zu kochen. Dabei sollten eine große Menge Gemüse, etwas Fleisch und Fisch aus artgerechter Haltung, Innereien und gute Fette die AIP Paleo Rezepte dominieren.

Schaue mal rein und wage dich an leckere Fleisch- und Fischgerichte,  selbstgemachtes Sauerkraut, hausgemachte Wurst, gebratenes Knochenmark und viele Gemüse-Ideen.

 

Danke, dass du den Artikel zu Ende gelesen hast. Klasse!

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2 Kommentare, sei der nächste!

    1. Hallo Tanja,
      ja, das geht auch ohne Reader. Du benötigst nur die kindle-app für PC, die du dir kostenlos downloaden kannst. Funktioniert super 😉

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