10 Info´s über KPU/HPU und warum du sie lesen solltest

"KPU"

KPU. Kryptopyrrolurie. Was für ein blödes Wort. Ich muss dabei immer an Superman denken. Wegen dem Kryptonit. Ironischerweise hört es sich nicht nur ähnlich an. Es wirkt auch ähnlich. Kryptonit schwächt Superman und kann ihn schlussendlich töten.

Na, nehmen wir da lieber erstmal das Tempo raus. Wenngleich leider eine gewisse Wahrheit in der Dramatik des Vergleiches liegt. Warum? Und was hat das mit dir und deiner Erschöpfung zu tun? Das erfährst du  in diesem Artikel.

1. Was ist KPU/HPU?

KPU (Kryptopyrrolurie) bzw. HPU (Hämopyrrolurie) zählt zu den Stoffwechselstörungen. Ich erwähne beide Abkürzungen, da sie zwar in ihrer chemischen Struktur Unterschiede aufweisen, in ihrer Folge jedoch die gleichen Symptome machen sowie identisch behandelt werden.

Also stresse dich nicht länger bei der Frage, ob du nun KPU oder HPU hast.

Wenn du diese Stoffwechselstörung hast, dann scheidest du dauerhaft an Pyrrolen gebundenes Vitamin B6 und Zink aus. Oftmals ist auch Mangan betroffen. Du hast also dein Leben lang nie die Vitamin B6- und Zink-Reserven in deinem Organismus, über die ein gesunder Mensch verfügt.

Jetzt könntest du vielleicht denken: Na und? Sind doch nur ein paar Vitamine. Haben doch viele Leute einen Mangel.

Doch leider ist es nicht so harmlos.

2.Was sind die Folgen von unbehandeltem KPU/HPU?

Laut Dr. Kuklinski, einem der wenigen Ärzte, dem wir die Bekanntmachung dieser Stoffwechselstörung zu verdanken haben, ist KPU/HPU ein Wegbereiter zur Krebserkrankung.

Durch den dauerhaften B6- und Zinkmangel ist das Immunsystem in seiner Funktion eingeschränkt. Dazu besteht eine gesteigerte Hormonbindung. Beides erhöht das Risiko erheblich für Krebs.

Doch schnall dich an. Das war natürlich noch nicht alles. Wir sind ja hauptsächlich auf der Suche nach eventuellen Ursachen für deine Erschöpfung.

Ein dauerhafter Mangel dieser beiden Stoffe hat enorme Auswirkungen auf unsere Psyche und unseren Körper. Hier eine Auswahl:

  • Kopfschmerzen
  • Depressionen
  • Stimmungsschwankungen
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • Schwindel
  • schlechtes Kurzzeitgedächtnis
  • Schlafstörungen
  • Haarausfall
  • ADS/ADHS
  • PMS
  • Leberentgiftungsstörungen
  • erhöhte Cholesterinwerte
  • Gallensteine
  • Magen-/Darmschmerzen
  • Diabetes Typ 2
  • häufige Pilzinfektionen
  • Blasenentzündungen
  • häufige Fehlgeburten
  • Libidoverlust
  • Myome
  • Arthrose/Arthritis
  • Bindegewebsschwäche
  • Fibromyalgie
  • blasse Haut
  • Alkoholunverträglichkeit

Natürlich musst du nicht alle Symptome haben. Ich hatte ungefähr 70% davon. Ganz schön übel, was?

Die Ausprägung ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Das hat mit den unterschiedlichen Lebensarten zu tun. Wer sich z.B. sehr nährstoffreich ernährt, evtl. sogar schon lange ein gutes Multivitamin-Präperat einnimmt und insgesamt einen gesunden Lebensstil pflegt, hat wahrscheinlich weniger Symptome.

Was allerdings fast alle Betroffenen eint, sind die typischen Störungen der Häm-Synthese:

  • schnelle Erschöpfbarkeit,  ständige Müdigkeit, Burnout-Syndrom, eingeschränkte Energiegeewinnung
  • schwerer Aufbau von Vitamin D trotz hoher Gaben. Folgen: Müdigkeit, Arthrose, Osteoporose, Immunstörungen
  • eingeschränkte Entgiftung: Medikamentenunverträglichkeit, Alkoholunverträglichkeit, hohe Belastungen an toxischen Metallen wie Quecksilber, Aluminium, Blei und Arsen
  • Schilddrüsenunterfunktion. Hashimoto.

3. Was sind die Ursachen der KPU/HPU?

Es gibt zwei Formen der KPU/HPU.

1. Die primäre Form

Diese Form ist genetisch bedingt, also angeboren. Es gibt ganze KPU-Familien. Im Falle eines positiven Ergebnisses lohnt es sich also, alle Familienmitglieder testen zu lassen. Ist deine Schwester auch immer müde und antriebslos? Hat deine Mutter auch Haarausfall? Oder sogar Krebs? Ich kann das leider bejahen.

Frauen sind gegenüber Männern wesentlich häufiger betroffen, etwa im Verhältnis 9:1. Wenn du die primäre Form hast, dann leidest du eventuell bereits seit deiner Jugend oder sogar schon seit dem Kindesalter an gesundheitlichen Auffälligkeiten. Insbesondere psychisch.

Denk mal nach. Erinnere dich. Warst du als Kind/Jugendlicher irgendwie auffällig? Vielleicht besonders schüchtern, ängstlich? Wie lief es in der Schule?

In den meisten Fällen verstärken sich die Symptome mit zunehmendem Alter. Dir wird immer deutlicher, dass irgendetwas mit dir „nicht stimmt“.

Irgendwann wirst du mit dem Thema Antidepressiva konfrontiert. Doch in deinem Fall wirken sie nicht wie gewünscht. Dafür merkst du die Nebenwirkungen umso mehr. Du setzt die Tabletten wieder ab. Und giltst ab diesem Zeitpunkt als schwieriger Patient.

2. Die sekundäre Form

So bezeichnet man die Form der KPU/HPU, die du dir im Laufe deines Lebens erworben hast. Sie ist also nicht angeboren. In vielen Fällen sind Gifte (Aluminium, Quecksilber, Arsen oder auch Medikamente) die Ursache.

Aber auch eine Instabilität der Halswirbelsäule, ausgelöst durch einen Unfall oder Sturz, kann die sekundäre Form auslösen. Hierzu rate ich dir zur Literatur von Dr. Bodo Kuklinski. Es wird mittlerweile angenommen, dass Männer häufiger von der sekundären Form betroffen sind.

4. Wie wird  KPU/HPU diagnostiziert?

Die Diagnose wird aufgrund eines Urin-Tests gestellt. Du hast die Möglichkeit, dich gleich in die Hände eines darauf spezialisierten Therapeuten zu geben oder es in Eigenregie anzugehen.

Einen Test für zu Hause kannst du hier bestellen. Dafür brauchst du auch keinen Fachmann. Es ist einfach und du bekommst das Ergebnis zugeschickt.

Fällt er negativ aus ist alles gut und du kannst dich auf andere Ursachen konzentrieren. Fällt er positiv aus, solltest du wenigstens B6, Zink und Mangan in deinem Blut bestimmen lassen. Dafür kannst du zu deinem Arzt (Igel-Leistung!), einem Heilpraktiker oder direkt in ein Labor gehen.

Zink sollte unbedingt im Vollblut bestimmt werden. Hier ist ein Mangel besser erkennbar. Achte darauf. Es ist wichtig!  Im Serum ist er nicht aussagekräftig genug. Bei mir ist ein Mangel im Vollblut klar erkennbar, während der Wert im Serum im Durchschnitt liegt.

Wenn du einen geeigneten Therapeuten in deiner Nähe hast, solltest du dich nach Möglichkeit umfassend von ihm behandeln lassen.

Dafür benötigst du allerdings die nötigen finanziellen Mittel. Woran es oftmals scheitert. Denn die komplexe Behandlung inklusive Entgiftung kann langwierig und teuer werden. Die gesetzlichen Kassen übernehmen die Behandlung leider nicht.

Kaufe dir ein gutes Buch zum Thema. Du musst deinen Feind gut kennen, um ihn zu besiegen. Es reicht nicht, nur einen Artikel über dieses komplexe Thema zu lesen.

Die vollständige Therapie stützt auf vier Pfeilern
  1. Nahrungsergänzung
  2. gesunde Ernährung
  3. Entgiftung
  4. Stressabbau

5. Welche Nahrungsergänzungen solltest du nehmen?

Hier ist die Auswahl riesig. Es gilt, deinen individuellen Bedarf zu ermitteln. Deshalb ist die Blutuntersuchung so wichtig. Und spätere Kontrollen ebenso. Es gibt bereits speziell zusammengestellte Produkte wie „Depyrrol“, mit denen viele gut klar kommen. Andere nehmen lieber Einzel-Präparate für Zink, Vitamin B6 sowie Mangan.

Ich persönlich bevorzuge ein qualitativ sehr gutes, hochdosiertes Multivitamin-Präparat, welches mich dazu mit diversen  Nährstoffen versorgt. Allerdings muss ich zusätzlich noch Zink dazu einnehmen. Mein Körper nimmt es sehr schlecht auf und so benötige täglich insgesamt ca. 70mg als Nahrungsergänzung.

6. Wie sollte deine Ernährung aussehen?

Auch hier gilt: Esse ECHTE Lebensmittel. So viel du dir leisten kannst in Bio-Qualität. Denn KPU/HPU ist auch eine Entgiftungs-Störung. Versuche deswegen, so wenig Schadstoffe durch die Nahrung aufzunehmen, wie möglich. Du kannst dich an der Paleo-Ernährung orientieren.

Aber achte auf eine nur mäßige Kohlenhydrat-Reduzierung. In diesem Fall nicht ketogen, bitte. Versuche bei ca. 150g Kohlenhydraten am Tag zu bleiben. Wenn es etwas mehr ist, macht das auch nichts.

Wichtig ist, dass du auf Getreide (Gluten!) verzichtest und die Kohlenhydrate vorrangig aus viel stärkereichem frischem oder tiefgefrorenem Gemüse und etwas Obst zu dir nimmst. Gute Kohlenhydrat-Quellen wären z.B. die Süßkartoffel, kalte (!) Kartoffeln wegen ihrer resistenten Stärke, stärkehaltige Gemüse (alle Wurzelgemüse wie Karotten, Pastinaken, Rote Bete, Sellerie, Steckrübe), kleine Mengen Hafer, Buchweizen, Quinoa und Reis.

Achte weiterhin auf gute Fettsäuren (Olivenöl, Leinöl, natives Kokosöl, Fischöl-Kapseln), 3x/Woche Tiefseefisch sowie Fleisch vom Weide-Tier.

Bevorzuge Lebensmittel mit viel

Zink: Austern, Innereien (Leber!), Käse

B6: Lachs (Wildfang), Sardine, Walnüsse, Maronen, Rinderfilet, Avocado

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7. Wieso ist Entgiftung so wichtig?

Menschen mit KPU/HPU haben sehr häufig eine reduzierte körpereigene Entgiftungsfähigkeit. Das liegt daran, dass das Molekül „Häm“ in der Leber nicht bauplanmäßig zusammengesetzt ist. Was  zusätzlich dazu führen kann, dass dein Wohlbefinden deutlich herabgesetzt ist und du dich müde und schlapp fühlst.

Kein Wunder bei all den Schadstoffen, denen du tagtäglich ausgesetzt bist. Ein gesunder Körper kann viele toxische Substanzen wieder ausleiten. Du kannst das mit KPU/HPU unter Umständen nur eingeschränkt. KPU/HPU-Patienten weisen in Untersuchungen oftmals überdurchschnittlich hohe Mengen an Schadstoffbelastungen auf.

Zum Einen kannst du mit folgenden regelmäßigen Maßnahmen ganz einfach deine Entgiftungs-Organe unterstützen:

  • Fasten oder Teilfasten
  • Basenbäder
  • Sauna
  • Entgiftungstees
  • Koriander
  • Zeolithe oder Heilerde
  • Leberwickel

Vermeiden solltest du im Alltag auch

  • Rauchen
  • Alkohol
  • chemische Düngemittel- und Pestizide
  • Plastik im Haushalt (Wasserflaschen!)
  • unnötige Medikamenteneinnahme
  • aluminiumhaltige Deos

Bevorzuge:

  • biologische Nahrung
  • biologische Kosmetik und Körperpflege (gibts auch günstig in der Drogerie)
  • natürliche Reinigungsmittel

Ein besonderes Problem sind Schwermetallbelastungen. Wie bereits oben erwähnt ist es das Beste, du begibst dich zu diesem Thema in fachkundige Hände. Wenn dies dir nicht möglich ist, kannst du die Entgiftung auch selber durchführen.

Dafür solltest du dich jedoch intensiv mit den unterschiedlichen Methoden befassen und schauen, welche für dich am besten umsetzbar ist. Am bekanntesten sind das Cuttler-Protokoll oder die Entgiftung mit Zeolith, Bärlauch und Koriander. Bitte lies dich ausführlich ein.

Ich habe mich für Alpha-Liponsäure entschieden. Es bekommt mir sehr gut.

Lies auch die Artikelserie „Entgiften bei KPU“ dazu.

8. Welche Rolle spielt Stress?

Eine große. Ich weiß. Wahrscheinlich hast du nicht so viel Lust auf aktive Entspannung. Ich muss mich auch manchmal dazu zwingen. Aber es ist unverzichtbar. Denn Menschen mit KPU/HPU sind nicht nur körperlich weniger belastbar.

Gerade in psychischer Hinsicht müssen wir sehr auf uns acht geben. Wir sind sehr empfindlich. Oftmals ist es so, dass Betroffene äußern, dass sie nach einer stark belastenden Situation (z.B.:Scheidung, Tod eines Angehörigen, Wechseljahre, Schwangerschaft, schwere Erkrankungen, Arbeitsplatzwechsel, Mobbing u.ä.) nicht mehr wieder richtig fit wurden.

Belastende Situationen können die Ausscheidung von Pyrrolen erhöhen. An diese werden Zink und Vitamin B6 gebunden. D.h. bei Stress tritt ein noch größerer Nährstoffverlust als sonst schon ein. Also: baue unbedingt, am besten täglich, aktive Entspannungsmethoden in deinen Alltag ein. Bewährt haben sich beispielsweise

  • moderater Sport/Bewegung
  • Yoga/Meditation
  • Sauna
  • kreative Beschäftigung
  • Therapie
  • Autogenes Training
  • Progessive Muskelentspannung nach Jacobson
  • Umgang mit Tieren

9. Wie häufig ist KPU/HPU?

Häufiger als du denkst. Deswegen schreibe ich auch darüber. In den 1970er Jahren wurde die Zahl auf ca. 11% der Bevölkerung geschätzt. Heute muss von einer noch höheren Zahl ausgegangen werden. Die Dunkelziffer ist hoch, denn es ist davon auszugehen, dass aufgrund der enorm gestiegenen Schadstoffbelastung unserer Zeit gerade die sekundäre Form stark zugenommen hat.

Dazu kommt, dass bei Krankheiten wie Burnout, CFS, Hashimoto, Hormonstörungen, Schlafstörungen nicht auf KPU/HPU getestet wird. Die Ursache für diese immer häufiger werdenden Krankheiten können durchaus in der KPU/HPU liegen.

10. Warum wird die Behandlung nicht von den Krankenkassen übernommen?

Obwohl (oder gerade deswegen??) davon auszugehen ist, dass mittlerweile ein nicht unerheblicher Anteil der Bevölkerung von KPU/HPU betroffen ist, wird diese als eigenständiges Krankheitsbild noch nicht anerkannt.

Verschwörungs-Theoretiker würden wohl behaupten, dass es an folgenden Gründen liegen könnte: Es gibt kein Medikament gegen KPU/HPU welches man teuer an den Mann bringen kann. Vitamine zählen nicht zu den patentierbaren Medikamenten. Die Behandlung wäre also zu billig, es könnte sich niemand daran bereichern, weshalb niemand Interesse daran hat.

Für die Folgeerkrankungen gibt es jedoch zahlreiche, teure Medikamente.

Bist du privat versichert, hast du eventuell Glück. Einige wenige Kassen übernehmen angeblich die Kosten.

Du bist hier, weil du schon lange unter ständiger Erschöpfung und Müdigkeit leidest? Angeblich ist mit deinem Blut alles ok? Denk an Superman. Ich rate dir dringend zu diesem Test.

Das Wichtigste in Kürze:

  • KPU/HPU ist eine Stoffwechselerkrankung die einen dauerhaften Mangel an Zink, Vitamin B6 und Mangan zur Folge hat. Die Folgeerkrankungen können schwerwiegend sein.
  • Diagnostizierbar durch einen Urin-Test
  • Kaufe dir entsprechende Literatur und informiere dich ausführlich
  • Suche dir einen KPU/HPU-Therapeuten in deiner Nähe
  • Halte dich an die Empfehlungen bezüglich Nahrungsergänzung, Ernährung, Entgiftung, Entspannung
  • Wenn du die Behandlung in Eigenregie unternimmst, lasse wenigstens regelmäßig deinen Zink-, Vitamin B6 und Mangan-Spiegel bestimmen. Bei hoher Zink-Zufuhr achte auch auf deinen Kupfer-Wert. Messe Zink im Vollblut

 

Danke, dass du den Artikel zu Ende gelesen hast. Klasse!

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13 Kommentare, sei der nächste!

  1. Im Buch „Stoffwechselstörung HPU: Diagnose, Vitalstoffe und Entgiftung bei Hämopyrrollaktamurie“ (Ritter, Baumeister-Jesch) wird darauf hingewiesen, dass man unbedingt die aktive Form des Vitamin B6 (Pyridoxal-5-Phosphat) einnehmen sollte.
    Das o.g. Multivitamin-Präparat enthält anscheinend die herkömmliche Form (Pyridoxin HCl), wie sie in den meisten Präparaten zu finden ist.

    1. Vielen Dank für deinen Kommentar :). Zum einen hast du Recht, aktives Vitamin B6 ist wichtig einzunehmen. Du meinst das „Two-Per-Day“ von LE. Wenn du dir die Inhaltsstoffe auf der Packung anschaust kannst du sehen, dass es sowohl Pyridoxin HCL als auch P5P (die aktive Form) enthält. Das einzige Manko ist, dass die jeweiligen Anteile nicht angegeben sind. Bei mir jedenfalls reicht es, um die Speicher aufzufüllen. Dazu ist das Preis/Leistungsverhältnis sehr gut, was bei dauerhafter Einnahme ja nicht uninteressant ist. Ein guter „Selbsttest“, ob genügend B6 aufgenommen wurde, ist die Traumerinnerung. Wenn das nicht besser wird, würde ich zum klassischen Depyrrol o.ä. greifen. Allerdings sollte man auch regelmäßig die Blutwerte bestimmen lassen.

  2. Hallo Doris,

    Wie viel von der alphaliponsäure nimmst Du täglich ein, und konntest du schon Erfolge in der schwermetallausleitung verbuchen?

    LG
    Lina

    1. Hallo Lina,
      mit der Alpha-Liponsäure habe ich gute Erfahrungen gemacht. Allerdings nehme ich sie zur Zeit nicht mehr ein, weil mir meine Darmflora wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Ich kann jedem nur empfehlen, wirklich peinlich auf seinen Darm zu gucken. Das ist die Nr. 1 in der To-Do-Liste bei der Ursachenforschung zur Erschöpfung. Und wirklich tricky. Wie ich festgestellt habe, ist nicht für jeden eine Low-Carb-Ernährung passend. Dein Verdauungssystem muss mit dem Eiweiß und dem Fett klarkommen können. Stichwort Magensäure und Enzyme. Wenn der Darm nicht ok ist, musst du mit der Entgiftung erstmal warten. Sonst kann der Schuss nach hinten losgehen mit den gelösten Giften, die ja über den Darm ausgeschieden werden. Wenn du aber ganz klar für dich sagen kannst, dass dein Darm ok ist, kannst du die Alpha-Liponsäure (ALA) probieren. Um wirklich einen messbaren Effekt zu erzielen, würde sich vorher ein Test zur Schwermetallbelastung anbieten. Die sind relativ teuer. Und oftmals wird vergessen darauf hinzuweisen, dass vor dem Test die Schwermetalle mittels Chelaten gelöst werden müssen, um ein aussagekräftiges Ergebnis abzubilden. Alpha-Liponsäure ist auf jeden Fall geeignet, Gifte aus dem Gewebe und dem Hirn zu lösen und ist in der Regel gut verträglich, sofern du ein gutes Produkt einnimmst. Wichtig ist, die reine R-Alpha-Liponsäure zu nehmen, sie wird vom Körper komplett verwertet. Je stärker deine SM-Vergiftung ist, desto empfindlicher reagierst du auf das ALA. Da müsstest du etwas experimentieren. Ich habe 2 Kapseln des verlinkten Produktes gut vertragen. Andere bekommen bereits nach einer Kapsel schon Entgiftungserscheinungen wie Kopfschmerzen und noch mehr Müdigkeit. Ferner würde ich noch Zeolith anwenden, um die gelösten Gifte im Darm zu binden und somit besser ausscheiden zu können. Aber im Abstand zu ALA einnehmen (mind. 2 Std.) Das verhindert auch die zusätzliche Aufnahme von Schwermetallen aus der Nahrung und entlastet die Leber durch Ammoniakbindung. Wo wir wieder beim Thema Darm sind. Ich merke gerade, eine neue Idee für einen Artikel ist gerade geboren 🙂 Aber nochmals auf meine eigenen Erfahrungen zurückzukommen: ja, ich hatte den Eindruck, dass es wirkt und mir etwas mehr Energie schenkt. Dazu bin ich auffallend oft auf mein „gutes“ Aussehen angesprochen worden. Mein Teint ist klarer und ebenmäßiger geworden, ich hatte auch eine bessere Farbe. Ein netter Nebeneffekt.
      Ich hoffe, dir etwas weitergeholfen zu haben. Wenn noch Fragen bestehen, immer gerne 🙂

    1. Hallo Daniela,

      Danke für deinen Kommentar. Leider gibt es da widersprüchliche Aussagen, so dass ich mich hierzu nicht eindeutig äußern kann. Scheinbar kann es sein, dass ALA die Umwandung von T4 in T3 vermindert. Das wäre natürlich nicht der Plan. Sicherhaltshalber würde ich an deiner Stelle auf eine andere Form der Entgiftung setzen.

    1. Hallo Daniela,

      Danke für deinen Kommentar. Low Carb und insbesondere Ketogene Ernährung kann für Menschen, die einen hohen Cortisol-Spiegel (chronischer Stress) haben dazu führen, dass die Nebennieren endgültig in die Erschöpfung gehen. Sprich Nebennierenerschöpfung = Erschöpfungsdepression. Viele KPU´ler leiden darunter. Das ist allerdings nicht bei allen so. Am besten ist es, wenn du es einfach mal selber ausprobierst, wie dir Low Carb bekommt. Von Keto rate ich tatsächlich ab, wenn du noch sehr in der Erschöpfung drin bist. Diese Ernährung erhöht den Cortisolspiegel. Das brauchen wir nicht. Ich bin auch durch Low Carb nur noch schlapper geworden, vielen Menschen mit KPU geht das so, auch wenn die Empfehlungen in mancher Literatur zu Low Carb geht. Das heißt natürlich jetzt nicht im Umkehrschluss High Carb. Finde deine Wohlfühlmenge an Carbs, aber fülle sie lieber nicht mit Getreide sondern mit stärkehaltigem Gemüse und etwas Pseudogetreide wie Hirse, Quinoa, Buchweizen usw.

    1. Hallo Jana,

      Danke für deinen Kommentar und das Kompliment für den Artikel. Das freut mich und ich hoffe sehr für euch, dass auch ihr eine Besserung im Befinden erzielen könnt. Die Petition kenne ich bereits und habe mich natürlich beteiligt. Aber super, dass du nochmal darauf hinweist, jeder Leser dieses Artikels sollte Interesse daran haben 🙂

  3. Hallo, ich habe alle der obengenannten Symptome ausser Diabetes, ADHS und Gallensteine obwohl ich mich gesund ernähre und gesund lebe mit Sport und Entspannung. Da meine Schwester HPU hat, (aber es diesen Test nicht mehr gibt) habe ich im Vollblut Zink und B6 testen lassen und bei Medivere den Morgenurin, alle Werte sind allerdings normal. Kann es trotzdem sein, daß ich betroffen bin und es nur im Sammelurin messbar wäre? Bin jetzt völlig konfus da ich fest davon überzeugt war, daß ich wegen meiner ganzen ansonsten von der Schulmedizin nicht erklärbaren Symptome, auch KPU-betroffen wäre.

    1. Hallo Moin,

      ja, gute Frage. Wenn deine Werte im VB gut sind, ist es eher unwahrscheinlich, dass deine Beschwerden von der KPU kommen. Dennoch würde ich die Diagnose nicht ausschließen. Was meinst du mit dem Morgenurin von Medivere? Den KPU-Test? Der war unauffällig? Dann kann es tatsächlich sein, dass du HPU positiv wärst. Das würde dann über KEAK in Holland laufen. Allerdings würden die Symptome dann auch mit einem Zink und B6 Mangel einhergehen.. Hm… Ich glaube, ich würde das an deiner Stelle sicherheitshalber noch mal testen, wenngleich es auch ungewöhnlich ist. Wenn das alles ergebnislos ausfällt könntest du deine Hormone noch mal ins Visier nehmen. Stichwort Östrogendominanz. Macht ganz ähnliche Symptome und ist bei den meisten Gyns noch nicht so durchgesickert. Wichtig ist das Verhältnis Östrogen zu Progesteron, selbst wenn die beiden Werte im Normalbereich liegen. Und die Werte am 21. Zyklustag nehmen lassen. Alles Gute für dich und dass du die Ursache herausfindest.

  4. Liebe Doris,
    Danke für den Blog. Darf ich dich fragen, welche Maßnahmen dir insgesamt geholfen haben um aus der Erschöpfung und den anderen Beschwerden besser „raus“ zu kommen.
    Darmsanierung, ALA und das Multivitaminpräparat, hab ich das so richtig verstanden und insgesamt eine gesunde Ernährung und Lebensstil? Danke dir!
    Hattest du eigentlich Probleme mit Histamin? Ich vertrage dadurch leider noch vieles nicht gut …

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